Тема каменного века и неандертальского человека, некрасивого, но умелого, изобретательного, создавшего яркий и удивительный мир пещерной живописи, тончайшую технику резьбы по кости и обработки цветных камней, в мировом туристическим бизнесе используется широко и эффективно.
Последний неандерталец АО, съемки на Ай-Петри в марте 2009, фото КП в УкраинеНедавно на экраны всего мира вышел французских художественный фильм «Последний неандерталец Ао«. Основные натурные съемки этого фильма проходили в Крыму, в подборе пещер и горных ландшафтов участвовали многие специалисты крымского туризма, в том числе и я (Игорь Русанов).
В ближайшие сезоны Крым получает мощный шанс для создания популярного и высокодоходного экскурсионно-туристического комплекса, посвященного культуре и быту каменного века.
Вот, например, на небольшом любительском слайд-шоу из Испании, представлено музейное отображение людей и культуры каменного века (после просмотра по ссылкам внизу можно смотреть еще очень много видео, в том числе об уничтожении неандертальцев кроманьонцами):

Белогорский район, Грот с Родником между Белой скалой и с. ВишенноеВ Белогорском районе Крыма, как это следует из специального семинара, организованного Министерством курортов и туризма АР Крым и администрацией Белогорского района осенью 2009 года, созрели все условия для развития музейного дела и создания тематических парков развлечений. Однако подход к разработке инвестиционных предложений в туризме поражает своей наивностью.
За пример для подражания придется в условиях мирового экономического кризиса брать вовсе не Дисней-ленд, а восточный базар на Ай-Петри и «Сказочную долину» у Красных пещер.
Но надеемся, что в новом экскурсионно-развлекательном комплексе у Белой Скалы (Ак-кая, Красный овраг и Грот С Родником) не будет «монументов Шреку», а основное внимание будет уделяться крымской истории и крымской культуре.

Теперь небольшая подборка материалов на немецком языке (поскольку материалы о неандартальском человеке все-таки надо читать в оригинале). Обсуждение этих материалов (и при необходимости перевод) можно делать на ветке нашего форума Altsteinzeit: Höhle, Haltestelle, Opferstätte, Jagd, Kunst

Funktionale Variabilität im späten Mittelpaläolithikum auf der Halbinsel Krim, Ukraine
(Крымский проект Кельнского университета)

Das Auftreten des modernen Menschen vor rund 40.000 bis 35.000 Jahren und das Verschwinden des Neandertalers vor vielleicht 30.000 Jahren gehören zu den zentralen Themen der prähistorischen Archäologie. Vielbeachtete, früheste datierte Vorkommen des Homo sapiens sapiens einerseits und späteste datierte Vorkommen des Neandertalers andererseits bieten Zugang zu dieser Thematik. Besonders spät datierte Fundstellen mit kulturellen Überresten des Neandertalers kennen wir zur Zeit aus Südfrankreich, Südspanien, Portugal, Kroatien, vor allem aber von der Krim-Halbinsel, dort sogar in großer Zahl, mit ausgezeichneter Knochenerhaltung und mit Resten des Neandertalers selbst vergesellschaftet.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert seit 1999 das Projekt «Funktionale Variabilität im späten Mittelpaläolithikum auf der Halbinsel Krim, Ukraine», das vom Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität zu Köln gemeinsam mit der Krim-Abteilung der Ukrainischen Akademie der Wissenschaften in Simferopol, in Zusammenarbeit mit der Southern Methodist University, Dallas (Prof.A.E.Marks) durchgeführt wird.
Ziel des Projektes ist es, über die Analyse der funktionalen Variabilität in der materiellen Kultur einen Beitrag zur Erforschung der Landnutzungsmuster der Zeit des späten Neandertalers zu leisten. Forschungen der letzten zehn Jahre haben gezeigt, dass das formenkundliche Bild mittelpaläolithischer Inventare sehr variabel ist und wesentlich durch die Belegungsdauer, die Funktion und die Belegungssaison mitbestimmt wird.
Die radikal kulturelle Interpretation mittelpaläolithischer Variabilität («Inventartypen sind kulturelle Einheiten in Raum und Zeit»), wie sie die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts bestimmte, erzeugte in vielen Fällen Widersprüche. So stellt sich die Aufgabe, das Zustandekommen der einzelnen Inventarbilder nicht nur zu beschreiben und zu vergleichen, sondern möglichst detailliert zu erklären.
In Anlehnung an Konzepte der Systemtheorie sollten hierzu möglichst viele der durch Umwelt und Kulturverhalten gegebenen Parameter in einen Zusammenhang gestellt werden. Das auf fünf Jahre angelegte Projekt dient damit nicht nur der Regionalforschung in einem Schlüsselgebiet für den späten Neandertaler, sondern es soll Perspektiven aufzeigen, die die Archäologie des Mittelpaläolithikums aus einer Forschungskrise herausführen können.

Voraussetzungen auf der Krim
карта памятников каменного века в Крыму, источник: сайт Кельнского университета Die Krim bietet hierzu weltweit optimale Voraussetzungen: Über 100 Fundstellen aus der Zeit des späten Neandertalers (110.000-30.000 B.P.) sind hier bekannt.
Die paläolithische Forschung auf der Krim kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Sie ist mit den Namen von Konstantin Merejkowsky (1884), G.A.Bonch-Osmolowski (1934), A.Formozow (1959) und V.Gladilin (1971) verknüpft (in Klammern Daten wichtiger Publikationen; vgl. Chabai 1998a). In der westlichen Welt wurden aus diesen Forschungen besonders die Menschenfunde von Kiik-Koba, Zaskalnaya VI und Staroselje bekannt, die bei Ausgrabungen auf der Krim gefunden wurden. Von 1969 an wirkten die Arbeiten von Professor Juri G. Kolosov und seinem Schüler- und Mitarbeiterkreis prägend auf die Erforschung des Mittelpaläolithikums auf der Krim ein. 1988 waren 28 stratifizierte Fundstellen (heute sind es etwa 35) und 76 weitere Fundstellen des letztglazialen Mittelpaläolithikums bekannt.
In enger Nachbarschaft finden sich auf der Krim-Halbinsel sehr unterschiedliche Landschaftsräume: Der Hauptzug des Krimgebirges, die nördlich vorgelagerte Schichtstufenlandschaft und die südukrainische Steppe.
Die mittelpaläolithischen Fundstellen konzentrieren sich in einer Zone nordwärts des Hauptzuges des Krimgebirges, wobei sie zwei umfangreiche Fundstellengruppen bilden. In der östlichen Fundstellengruppe um Belogorsk dominieren hochdiversitäre kaltzeitliche Jagdfaunen in den Inventaren, in der westlichen Fundstellengruppe um Bakchisarai eine auf den Steppenesel (Asinus hydruntinus) spezialisierte Jagdfauna.
Vier große kulturelle Einheiten wurden bisher unterschieden: Die Ak-Kaya-Kultur, die viel mit unserem Micoquien gemeinsam hat, die Staroselje-Industrie (bifazielle Formen, vor allem Spitzen), das Western Crimean Mousterian (Levallois-Inventare) und die Kiik-Koba-Industrie (non- Levallois-Inventare mit bifaziellen Formen, ähnlich dem mitteleuropäischen Micoquien).
Sowohl hinsichtlich der topographischen Parameter als auch hinsichtlich der Fundstellenfunktionen ist damit eine einmalige, modellhafte historische Situation gegeben, die sich in optimaler Weise zur Bearbeitung der oben genannten Fragen ausnutzen lässt. 


Der Neandert(h)aler (
Homo neanderthalensis oder Homo sapiens neanderthalensis)
gehört zur Gattung Homo und wurde nach dem Neandertal bei Mettmann (zwischen Düsseldorf und Wuppertal) benannt, wo Steinbrucharbeiter den Schädel dieses Urmenschen Mitte August 1856 entdeckt und an Johann Carl Fuhlrott zur näheren Untersuchung weitergegeben hatten. Der Neandertaler lebte im Mittelpaläolithikum in der Zeit von ca. 130.000 v. Chr. bis ca. 30.000 v. Chr. Der Erstfund wird heute auf ein Alter von 42.000 Jahren datiert.
Der Name Neandertaler geht auf die Bezeichnung des irischen Wissenschaftlers William King zurück, der den namengebenden Fund aus dem Neandertal bei Düsseldorf als Homo neanderthalensis benannte. Neben der verbreiteteren wissenschaftlichen Bezeichnung Homo neanderthalensis ist auch der Name Homo sapiens neanderthalensis noch gebräuchlich, der eine engere Verwandtschaft mit dem anatomisch modernen Menschen (Homo sapiens beziehungsweise Homo sapiens sapiens) zum Ausdruck bringen soll. Je nach gewähltem Namen werden die beiden Formen als eigenständige Arten oder lediglich als Unterarten angesehen.
Auftreten, Zeitraum und Aussterben
Die ältesten Funde von Neandertalern stammen aus Kroatien und Italien, sie sind etwa 130.000 bzw. 120.000 Jahre alt.

Homo neanderthalensis stammt aller Wahrscheinlichkeit vom Homo heidelbergensis ab. Hierfür spricht auch, dass nach DNA-Analysen an dem Typus-Exemplar die letzten gemeinsamen Vorfahren von Homo sapiens vor etwa 600.000 Jahren lebten. Untersuchungen an einem anderen Exemplar aus dem Kaukasus (Georgien) sprechen für eine Auftrennung vor ca. 250.000 Jahren. Die Analysen zeigten eine sehr hohe genetische Übereinstimmung zwischen den untersuchten Exemplaren. Die Fossilfunde konzentrieren sich auf Europa und angrenzende Gebiete Asiens (Israel, Türkei, Irak) und Afrikas (Marokko). Dennoch wird der Neandertaler als typisch europäische Art angesehen, die besonders an das Leben in den Kaltzeiten der Würm-Eiszeit angepasst war.

Noch vor dem Kältemaximum der letzten Eiszeit drang der moderne Mensch aus Afrika über den Nahen Osten nach Norden vor und löste in der Folgezeit den Neandertaler ab.

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